Glossar


Im Folgenden beschränken wir uns darauf, nur die auf unserer Website verwendeten Fachbegriffe und Abkürzungen zu erläutern. Bei weitergehendem Interesse an Fachbegriffen der Photovoltaik können wir Ihnen das Online-Lexikon des Solarserver empfehlen.


Dachmiete / Dachpacht
Dachvermietung / Dachverpachtung

In der Solarenergiebranche sowie in den einschlägigen Branchenmedien wird meist von Dachmiete gesprochen, oftmals ist auch von Dachpacht die Rede. Gemeint ist aber immer das selbe, nämlich die zeitlich befristete Zurverfügungstellung von Dachflächen gegen Bezahlung eines Nutzungsentgeldes. Der hierfür zu empfehlende Vertrag, der die beiderseitigen Rechte und Pflichten regelt, wird analog dazu als Dachmietvertrag oder Dachpachtvertrag, häufig auch als Dachnutzungsvertrag oder Gestattungsvertrag bezeichnet.


Energie-Mix
Das Verhältnis eingesetzter Energiequellen. Im zukünftigen Energiemix spielen die erneuerbaren Energien (Sonnenenergie, Wind, Wasserkraft und Biomasse) eine immer größere Rolle im Rahmen einer umwelt- freundlichen Versorgungsstruktur.
Quelle:  Der Solarserver


Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien - Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) - wurde am 25.02.2000 erstmals im Bundestag verabschiedet und trat am 01.04.2000 in Kraft. Es regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch Versorgungs- unternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Das Gesetz bezweckt eine nachhaltige Energieversorgung für Klima-, Natur- und Umweltschutz. Es will zudem einen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten um fossile Rohstoffe leisten. Daneben soll das EEG die technologische Weiterentwicklung fördern.

Eine EEG-Novelle trat am 1. August 2004 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft (BGBl. I, S. 1918 ff). Sie regelt die Vergütung für Solarstrom aus unterschiedlichen Anlagen sowie die Vergütung für Strom aus Windkraft, Geothermie, Bioenergie, Deponiegas, Klärgas, Grubengas und Wasserkraft.

Erzeuger von Solarstrom erhalten ab 2007 für Gebäudeanlagen bis 30 kWp 49,21 Cent pro Kilowattstunde als Grundvergütung. Ab 30 kW werden 46,82 ct/kWh bezahlt. Strom aus PV-Anlagen ab 100 kW wird mit 46,30 ct/kWh vergütet. Für Solarstromanlagen an Fassaden gibt es einen Bonus von 5,00 ct/kWh. Freiflächenanlagen erhalten 37,96 ct/kWh.

Finanziert wird die Förderung über eine bundesweite Umlage auf alle Stromkunden in Höhe von 0,50 Cent/kWh (2005 waren es noch 0,54 Cent) das entspricht etwa 2,5 Prozent des Strompreises für Durchschnitts- verbraucher. Das EEG löste das seit 1991 geltende Stromeinspeisungsgesetz ab, welches in den letzten 90er Jahren bereits der Windkraftindustrie zum Marktdurchbruch verholfen hat. Eine Novellierung des EEG steht noch im Jahr 2007 mit Wirkung zum 01.01.2009 an.
Quelle:  Der Solarserver


Erneuerbare Energien

Sammelbegriff für diejenigen Energiequellen, die nach menschlichen Zeitmaßstäben unendlich lange zur Verfügung stehen: Sonnenenergie, Erdwärme, Gezeitenkraft und Biomasse.
s. Regenerative Energien
Quelle:  Der Solarserver


Gestattungsvertrag
siehe Dachmiete / Dachpacht


Globalstrahlung
Unter Globalstrahlung versteht man die an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche eintreffende Solarstrahlung. Die Globalstrahlung setzt sich zusammen aus der auf direktem Weg eintreffenden Solarstrahlung (Direktstrahlung) und der Strahlung, die über Streuung an Wolken, Wasser und Staubteilchen die Erdoberfläche erreicht (Diffusstrahlung).
Quelle:  Der Solarserver


kWp

Abkürzung für Kilowatt-Peak (Spitzenleistung)
s. Peakleistung     
Quelle:  Der Solarserver



Peakleistung

Die elektrischen Werte einer Solarzelle - und damit des gesamten Generators ändern sich entsprechend der Rahmenbedingungen, insbesondere der Beleuchtungsintensität. In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung eines Solargenerators bei Standardbedingungen als Peak-Leistung definiert, sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben. Als Standardbedingung wird eine optimale Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter angesetzt, die in Deutschland in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht wird. Die Peak-Leistung - manche Hersteller bezeichnen diese auch als "Nennwert" basiert also auf Messungen unter optimalen Bedingungen. Die Nennleistung ergibt sich aus dem Produkt der Nennspannung und des Nennstroms. Mehr Aufschluss über die Eigenschaften einer Solarzelle oder eines Generators gibt die Strom/Spannungs-Kennlinie.
Quelle:  Der Solarserver


PV

Abkürzung (nicht nur) für Photovoltaik. Der Begriff setzt sich zusammen aus Photon (griechisch für Licht) und dem Namen des Physikers Alessandro Volta (1745-1827), zu seiner Zeit einer der führenden Forscher im Bereich der galvanischen Elektrizität (chemische Vorgänge, beispielsweise beim Eintauchen von Metallen in Säuren). Er konstruierte 1780 die erste elektrische Batterie.

Die Abkürzung PV ist auch nach der Rechtschreibreform (Fotovoltaik) weit verbreitet. Die häufigsten Wortkombinationen sind PV-Anlage und PV-Modul.
Quelle:  Der Solarserver


Regenerative Energien

Als regenerative oder erneuerbare Energien bezeichnet man die Energiequellen oder Energieträger, die sich auf natürliche Weise in menschlichen Zeitmaßstäben erneuern. Sie stehen im begrifflichen Gegensatz zu fossilen (Kohle, Erdöl, Ergas) und atomaren (Uran) Energieträgern, die sich im Laufe von Jahrmillionen in geologischen Prozessen gebildet haben. Die Erdwärme kann zwar nicht zu den regenerativen Energien gezählt werden, ihre Nutzung wird ihnen aber gleichgestellt.

Regenerative Energien sind auf die Sonnenstrahlung zurückzuführen: Wind, Wasserkraft und Biomasse. Die Sonnenstrahlung wird direkt durch Kollektoren gewonnen, Wind durch Rotoren, Wasserkraft durch Strömungs- und Gezeitenkraftwerke. Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung (Holz) oder Vergärung bzw. Vergasung (Silage, Gülle) gewonnen.

Regenerative Energien stehen überall zur Verfügung und können in einem den jeweiligen Verhältnissen angepassten Energie-Mix genutzt werden. Dies ist ökologisch sinnvoll, sozial verträglich und fördert die wirtschaftliche Flexibilität und Innovation. Das seit April 2000 in Deutschland gültige Erneuerbare-Energien- Gesetz hat zum Ziel, den Anteil regenerativer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahre 2010 zu verdoppeln.
Quelle:  Der Solarserver


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